1Ruhe bewahren und Eigenschutz priorisieren
Nach einem Verkehrsunfall ist der erste Impuls oft, sofort auszusteigen und den Schaden zu begutachten. Doch Vorsicht: Der fließende Verkehr stellt eine erhebliche Gefahr dar. Schalten Sie umgehend die Warnblinkanlage ein, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Bevor Sie das Fahrzeug verlassen, ziehen Sie Ihre Warnweste an. Diese ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und erhöht Ihre Sichtbarkeit enorm, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen oder Dunkelheit.
Praxis-Tipp: Bewahren Sie die Warnwesten für alle Insassen griffbereit im Fahrgastraum auf, nicht im Kofferraum. So können Sie diese bereits vor dem Aussteigen anlegen.
2Das Warndreieck richtig aufstellen
Das Aufstellen des Warndreiecks ist ein essenzieller Schritt zur Absicherung der Unfallstelle. Achten Sie darauf, das Warndreieck gut sichtbar am Fahrbahnrand oder auf dem Seitenstreifen zu platzieren. Tragen Sie das Warndreieck bereits aufgeklappt vor sich her, während Sie dem Verkehr entgegengehen. Dies bietet zusätzlichen Schutz.
- Innerorts: ca. 50 Meter Entfernung zur Unfallstelle.
- Landstraßen: ca. 100 Meter Entfernung (entspricht etwa zwei Leitpfosten).
- Autobahnen: mindestens 150 bis 200 Meter Entfernung (drei bis vier Leitpfosten).
- Vor Kurven oder Kuppen: Das Warndreieck muss stets vor dem Sichthindernis aufgestellt werden.
3Erste Hilfe leisten und Rettungskräfte alarmieren
Sobald die Unfallstelle abgesichert ist, kümmern Sie sich um mögliche Verletzte. Leisten Sie Erste Hilfe im Rahmen Ihrer Möglichkeiten. Parallel dazu sollten Sie den Notruf unter 112 absetzen. Die Leitstelle benötigt präzise Informationen nach dem bekannten W-Schema: Wo ist es passiert? Was ist geschehen? Wie viele Verletzte gibt es? Welche Art von Verletzungen liegen vor? Warten Sie anschließend auf Rückfragen der Rettungsleitstelle.
Praxis-Tipp: Unser Kfz-Gutachter in Dortmund empfiehlt, nach der Erstversorgung und Absicherung der Unfallstelle auch an die detaillierte fotografische Dokumentation zu denken, sofern dies gefahrlos möglich ist.
4Beweissicherung und Dokumentation am Unfallort
Ist die Unfallstelle sicher und sind alle Personen versorgt, beginnt die Beweissicherung. Dies ist entscheidend für die spätere Schadensregulierung gemäß BGB und StVG. Machen Sie Übersichtsfotos von der Unfallstelle aus verschiedenen Perspektiven und fotografieren Sie Details der Schäden an allen beteiligten Fahrzeugen. Fertigen Sie eine Skizze an und notieren Sie die Kontaktdaten von Unfallgegnern und Zeugen.
Ein unabhängiges Sachverständigengutachten ist der beste Weg, um Ihre Ansprüche gegenüber der gegnerischen Versicherung vollumfänglich geltend zu machen. Unser Kfz-Gutachter in Bochum unterstützt Sie dabei, den genauen Schadensumfang rechtssicher festzustellen.
5Die Rolle der Polizei und rechtliche Aspekte
Bei Personenschäden, hohem Sachschaden oder Unklarheiten zur Schuldfrage sollte immer die Polizei (110) hinzugezogen werden. Die Beamten nehmen den Unfall auf und erstellen eine Verkehrsunfallanzeige. Geben Sie am Unfallort niemals ein vorschnelles Schuldanerkenntnis ab, da dies Ihren Versicherungsschutz gefährden kann.
Für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche ist juristischer Beistand oft unerlässlich. Die Einschaltung eines erfahrenen Rechtsanwalts für Verkehrsrecht sorgt dafür, dass Ihre Rechte optimal gewahrt werden. In Kombination mit einem fundierten Gutachten – beispielsweise durch unseren Kfz-Gutachter in Essen – schaffen Sie die beste Grundlage für eine reibungslose Regulierung.
6Fahrzeug räumen bei Bagatellschäden
Handelt es sich lediglich um einen leichten Blechschaden (Bagatellschaden), sind Sie nach § 34 StVO verpflichtet, die Unfallstelle zügig zu räumen, um den Verkehr nicht unnötig zu behindern. Markieren Sie nach Möglichkeit kurz die Radstände mit Kreide oder machen Sie schnelle Fotos, bevor Sie die Fahrzeuge an den Straßenrand oder auf den nächsten Parkplatz fahren.
Häufig gestellte Fragen
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